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Kommentar: Ampel will Bibeltext am Berliner Stadtschloß überblenden lassen

Mit ziemlichem Entsetzen mußte ich diese Pressemitteilung der KPV lesen und konnte es nicht glauben. Es war absolut richtig, als nach 1945 an allen Gebäuden die Insignien und Zeichen des sog. Dritten Reiches entfernt wurden. Die Absicht war, die Bedeutung dieses Unrechtsregimes nicht unnötig zu betonen. Das neue Deutschland sollte auf bewährten Füßen stehen und in einem besseren Geist in die Zukunft gehen.

Auch heute noch wird diese Episode in der deutschen Geschichte besprochen und als das gezeigt, was es war: Eine Zeit voller Unrecht, Grausamkeit und dem Übelsten, was menschliches Hirn hervorbringen konnte. Deren Gedanken gehören nicht in den öffentlichen Raum.

Doch etwas völlig Anderes ist es, wenn biblische Zitate an Gebäuden prangen. Insbesondere, wenn diese von historischen Wert sind. Immerhin wurden die strittigen Texte von König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) persönlich ausgewählt.

Pressemitteilung: Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Roth, will die Bibelworte am rekonstruierten Berliner Stadtschloss, dem Humboldt-Forum, überblenden lassen. Dazu können Sie die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dorothee Bär, wie folgt zitieren: „Dass Frau Roth die Inschrift auf der Kuppel des Berliner Stadtschlosses, die ihr „schleierhaft ist“, offenbar überhaupt nicht verstanden hat, ist schlimm genug. Wenn sie sie jetzt verhüllen lässt, dann disqualifiziert sie sich vollends für ihr Amt. Aufgabe der Kulturstaatsministerin ist es, sich um die historische Rekonstruktion zu kümmern, und nicht die Geschichte umzuschreiben und für die aktuelle ideologische Prägung ihrer Partei passfähig zu machen. Was für eine absurde Prioritätensetzung. Den Bibeltext auf dem Humboldt-Forum wegen angeblich fehlender Weltoffenheit überblenden wollen, aber Judenhass auf der documenta freien Lauf lassen. Das ist das Gegenteil von weltoffen, das ist engstirnig und spaltet.“

In der Demokratie müssen wir allerlei Ungeister ertragen können. Ist die Demokratie gesund und wird dauerhaft gepflegt, dann wird sie damit auch umgehen können. Doch für diese Art der Triebe hat der aufmerksame Gärtner ein Mittel. Er entfernt diese bei der nächste Sicht und stärkt die Triebe, die Früchte versprechen.

Gottlosigkeit ist keine Antwort auf die Fragen der Zukunft. Wenn wir uns von unseren Wurzeln trennen, dann stirbt der ganze Baum. Lebendiges Christentum ist von Natur aus offen und freundlich gegenüber Gästen und Besuchern und tolerant (=ertragend) gegenüber anders Denkenden. Was hier geplant wird ist genau das Gegenteil von Toleranz.

Hier möchte offensichtlich eine Politikerin Geschichte schreiben. Größer sein als ein König und mit einem Federstrich die Geschichte umschreiben? Im nächsten Schritt sollen unangenehme Texte aus der Bibel gestrichen werden? Und was kommt dann? Bücherverbrennungen? Christenverfolgungen?

Der Bibeltext: „Es ist in keinem andern Heil, (…) denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“ (aus dem Brief des Paulus an die Philipper, Phil 2,6-11)

Ausbau der Ladeinfrastruktur braucht mehr Tempo

Zum heute im Kabinett beschlossenen Masterplan Ladeinfrastruktur II  können Sie den verkehrspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Bareiß, und den Obmann der Arbeitsgruppe Verkehr der Fraktion, Christoph Ploß, gerne wie folgt zitieren:

Thomas Bareiß: “Die Bundesregierung hat es fast ein Jahr nach der Übernahme der Amtsgeschäfte endlich geschafft, den Masterplan Ladeinfrastruktur II wie angekündigt zu verabschieden. Doch statt Prüfaufträge und Konzepte zu formulieren, sollte sich Minister Wissing lieber mit Maßnahmen zur Entbürokratisierung und um einen raschen Ausbau der Ladeinfrastruktur kümmern. Die konkrete Umsetzung muss im Vordergrund stehen.”

Christoph Ploß: „Dass der Masterplan Ladeinfrastruktur II erst jetzt finalisiert wurde, zeigt einmal mehr, wie lange sich die Abstimmungen innerhalb der Ampel-Regierung hinziehen. Hier haben wir erneut Zeit verloren. Der Zeitplan des Masterplans selbst könnte ebenfalls wesentlich ambitionierter sein. So erreicht die Bundesregierung ihr Ziel, bis 2030 rund eine Million Ladesäulen zu errichten, sicher nicht. Das ist einfach zu wenig. Wir werden die einzelnen Maßnahmen jetzt prüfen, wie zum Beispiel die Maßnahmen zum Netzausbau oder zum Flächenmanagement. Mehr Tempo brauchen wir auf jeden Fall.“

Holger Reich: Auch in Wuppertal sind wir mit knapp 50 öffentlicher Ladestationen weit hinter dem eigentlichen Bedarf. Private Anbieter (z.B. Tesla) rücken hier schon nach. Hier nur nach den WSW zu rufen, halte ich für verkürzt. Zwar ist hier auch ein erheblicher Invest erforderlich, doch darf man nicht außer acht lassen, daß die Margen und die Zukunftsfähigkeit mittelfristig gesehen erheblich sind.

Es gibt einige Beispiele für zentrale Ladeparks in nicht öffentlicher Hand, die auch durch eine intelligente Verknüpfung von Laden und Einkaufen (Backwaren, Gemüse …) die Zeit des Ladens optimieren können.

Der Ausbau der Ladeinfrastruktur und ein Umbau des bundesweiten Stromversorgungsnetzes mit dezentralen Zwischenspeichern würde das Energiemanagement auch bundesweit verbessern.

Mehr Autarkie von Energieanbieter ist das Gebot der Stunde. Wir müssen handeln. Jetzt.

Besuch der AWG Korzert

In der Aktionsreihe “Cronenberg kann was” besuchte ich mit der CDU Cronenberg und mit Mitgliedern, Freunden und Gästen am 05.10.2022 die Anlage der AWG Abfallverwertungsgesellschaft mbH in der Korzert. Begrüßt wurden wir vom Technischen Geschäftsführer Dipl.-Ing. Conrad Tschersich, der auch gleich durch einen Vortrag die Teilnehmer mit auf eine spannende Reise nahm.

Müll ist nicht Abfall, sondern ein Wertstoff, den es zu verwerten gilt. Energie geht nicht verloren, sondern wird nur umgewandelt.

Für die Besucher gab es nicht nur einen kurzweiligen und informativen Vortrag, sondern auch einen kleinen Imbiß, der möglichst auch ohne Rückstände “entsorgt” werden mußte. Herzhaft griffen die Teilnehmer zu. Der beste Abfall ist der, der garnicht erst entsteht wurde hier propagiert. Und so waren die Teilnehmer auch gerne “gehorsam”.

Eine gesunde Stärkung für die Besucher

Diese Stärkung war auch nicht ganz ohne Grund, denn im Anschluß ging es auf das weitläufige Gelände der AWG. Gut zu Fuß mußte man sein, gut beschuht war ebenfalls hilfreich und wer hätte es gedacht? Schwindelfrei zu sein war auch ein Pluspunkt. Ging es doch ganze 50 Meter über Grund auch auf das Verbrennerofengebäude. Die Aussicht war einfach großartig und der gute Gott hatte ein Einsehen und schenkte der Gruppe einen wunderbaren Sonnenuntergang.

Besonderen Eindruck machte noch für die Besichtigung der Anlage zur Wasserstoffgewinnung. Im Grunde ist dies ein “Nebenprodukt” der Abfallwirtschaft und treibt etliche Busse in Wuppertal an. Wer diese Spezialbusse sucht, der muß genau hinsehen. Denn zu hören sind diese nur noch wenig. Durch den Aufbau auf dem Dach (= Tank für Wasserstoff) sind diese aber leicht zu erkennen.

Zum Schluß bedankte ich mich beim Gastgeber Conrad Tschersich und Team für eine kurzweilige und unterhaltsame Führung und die erwiesene Gastfreundschaft. Die AWG ist mehr als nur “Mülltonnen abholen”. Hier verbirgt sich ein hochmoderner Cronenberger Betrieb, der auf Nachhaltigkeit und Verwertung spezialisiert ist. “Cronenberg kann was” wurde den Besuchern eindrucksvoll präsentiert.

Endlich auch Hybridsitzungen möglich

Ich freue mich über die Entscheidung der CDU, hier die Hybridsitzungen (= in Präsenz PLUS Online) möglich gemacht zu haben. Juristisch war es bisher aufgrund der Satzungsvorgaben nocht im vollen Umfang möglich.

Ein guter Schritt für eine Partei, die die modernen Technologien proaktiv nutzen will.

Planungsmitttel für die Feuerwehr

Endlich kam Bewegung in das Thema. Der Rat der Stadt Wuppertal hat nun endlich einstimmig die Planungsmittel für den Haushalt 2022 für den Neubau der Feuerwache Cronenberg zugestimmt.

Momentan wirken die Männer und Frauen der Freiwilligen Feuerwehr Cronenberg ion der Kemmannstraße in einem Gebäude aus den 1890er Jahren. Das ehemalige Kesselhaus hat Charme, ist aber völlig veraltet, zu klein und ein Fall für eine Komplettsanierung (oder Abriß?).

Auch wenn der Dienst der Freiwilligen eine freiwillige Leistung der Männer und Frauen ist, so ist doch der Brandschutz ein Pflichtaufgabe der Gemeinde, der nun endlich auch nachgekommen wird.

Wir alle sind dankbar für die Helfer. Ihr Dienst ist überaus wertvoll und wird immer öfter und intensiver benötigt. Mittlerweile rücken die Mannschaften auch überregional aus, um mit Material und Know How zu schützen und zu retten.

Bei der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 konnten wir (mal wieder) erleben, was hier an Menpower steckt. Unermüdlich und mit viel Erfahrung wurden Menschen evakuiert und Werte gerettet und gesichert. Leider wird dies nicht das letztemal sein, wo wir diese Wehrmannschaften brauchen werden. Unterstützen wir sie doch mit aller Kraft. Sie haben es verdient.

Die Würfel sind gefallen

Die Würfel sind gefallen “”alea iacta est” wird allgemein als Sprichtwort dem Julius Cäsar zugesprochen. Er soll seinen Soldaten zugerufen haben “der Würfel wurde geworfen”. Ganz so war es hier nicht. Denn immerhin haben die Wuppertaler am 13. September nicht gewürfelt, sondern klar ihren Willen in einem ordentlichen Wahlgang ausgesprochen.

Und die Wahl fiel mit 29,3 % der abgegebenen Stimmen tatsächlich auf mich. Und so darf ich in den Rat der Stadt Wuppertal einziehen und die nächsten Jahre als Stadtverordneter an den Geschicken meiner Heimatstadt mitwirken. Eine große Ehre und Verantwortung. Ein Ehrenamt, welches mit Würde und Respekt vor dem Wähler gefüllt sein will.

Zahlreiche Sitzungen, einlesen in neue Themen und gründliche Vorereitung auf die Fragen der Zukunft warten auf unsere Antworten und Verarbeitung. Dialog, Prüfung und Durchhalten werden unser politisches Miteinander prägen und ich hoffe, daß das Gute obsiegen wird.

Wir machen Wuppertal. Gemeinsam.

DANKE an alle Wähler und die Kandidaten, die sich dieser Aufgabe stellen werden.

Lokalpolitik trotz Anfeindung?

Es ist eine konfuse Situation. Auf der einen Seite schimpft man auf “die Politiker” und manch einer erlebt tatsächlich Gewalt. Auf der anderen Seite ist die Schelte auch nicht unberechtigt. Natürlich sind Politiker keine besseren Menschen, fehlerhaft und manche haben wirklich abstruse Wertevorestellungen. Doch ist es auch keine Lösung diesen mit (verbaler) Gewalt zu begegnen.

Doch wie sollte man als Normalbürger reagieren? Immerhin hat man doch wenig Chancen, das politische Leben zu beeinflussen. Da bleibt doch nur eine Protestwahl alle paar Jahre, oder? Wer durchschaut schon die komplexen Strukturen und wählt “richtig”?

Ich sehe da den direktesten Hebel in der Lokalpolitik. Die Stadt Wuppertal wird durch das “Stadtparlament” geführt – diesen nennen wir STADTRAT und die dort arbeitenden gewählten Vertreter sind die 66 Stadtverordneten. Im Rat werden die “großen” Dinge, die unser Zusammenleben regeln sollen, entschlossen. Ausführendes Organ ist dann i.d.R. die Stadtverwaltung, diese Beschlüsse schnell und exakt, wie eben beschlossen, umzusetzen. Wußten sie, daß die ratssitzungen über das Internet verfolgt werden können? (Rats-TV) Diese Verwaltung wird angeführt vom Oberbürgermeister, der dem rat und der Verwaltung vorsteht. Klappt es hier nicht bei der Umsetzung von Ratsbeschlüssen, dann ist dieser gefordert.

Um noch direktere Bürgernähe zu ermöglichen, wurden in Wuppertal auch noch Bezirksvertretungen eingerichtet. Die 10 Bezirksvertretungen sind die nach der Gemeindeordnung NRW von den Bürgern gewählten Stadtteilparlamente. Für jede Bezirksvertretung gibt es eine/einen Geschäftsführerin/Geschäftsführer (Mitarbeiterin/Mitarbeiter der Verwaltung), die/der als Ansprechpartnerin/Ansprechpartner für alle Angelegenheiten innerhalb des Stadtbezirkes zur Verfügung steht. Den Vorsitz der Bezirksvertretung (BV) hat der jeweils gewählte Bezirksbürgermeister/in. Auch hier ist dieser kein “Geheimbund”, sondern dieser tags in meist öffentlichen Sitzungen i.d.R. 6 Mal im Jahr. Wer hier aktuell für Cronenberg einsteht, ist veröffentlicht im Ratsinformationssystem nachzulesen.

Soweit zu den Strukturen. Warum nun sollte man sich hier einsetzen? Immerhin handelt es sich um ein Ehrenamt, wofür es eine nur eine kleine Aufwandspauschale gibt. Doch wer dieses Amt betreibt, der wird nicht reich. Es steht zu vermuten, daß es ergeblich teurer ist, dieses Amt auszufüllen. Doch geht es nicht um Geld, eher schon um Ehre und um Amt. Wer sich hier einsetzt, der setzt sich zwangsläufig aus. Auf der einen Seite kann man das Zusammenleben mitgestalten, manchen “Unsinn” auch mal verhindern und im Idealfall für die Kinder und Enkel ein wenig das reginale Zusammenleben ein wenig verbessern. Doch auf den großen Appluas wartet man i.d.R. wohl vergeblich.

Dafür hat man aber immer reichlich Kritiker. Da sind zum anderen die anderen Parteien, die hier ein völlig anderes Weltbild haben und diese bekommen Verstärung von “den Zuschauern auf den Rängen”. Leider ist es oft doch allzu menschlich, daß der Mensch an sich gerne bereit ist, zu schimpfen, doch konstruktive Gegenvorschläge sind da oft garnicht gewollt. Hier wünsche ich persönlich mehr Kommunikation auf Augenhöhe.

Unser Land, unsere Stadt und unser Dorf hat mehr verdient. Ich selbst habe mich entschieden von der Tribüne aufzustehen und mich im Wettbewerb einzubringen. Mit meiner Lebenserfahrung, Entschlossenheit und ein wenig Mut wage ich es, ein Stück gelebte Demokratie vorzuleben. Gegenseitiger Respekt hilft uns gemeinsam so manches zu erreichen. Gegner und Feinde wird es immer geben – doch wer klüger ist, aber nichts unternimmt, der muß sich nicht wundern, wenn er von dümmeren Menschen regiert wird.

Es lohnt sich, denn Cronenberg ist l(i)ebenswert (und Wuppertal auch).

Mein Angebot steht: Sprechen Sie mich an, schreiben sie mir eine Email und kommen wir gemeinsam ins Gespräch.

Ihr Holger Reich

Was ist ein Mitglieder beauftragter der CDU?

Hierzu habe ich schon die seltsamsten Annahmen gehört und fragte mich, was sich denn wirklich hinter diesem tollen Begriff verbergen würde. Doch ist der Mitgliederbeauftragte seit dem Beschluß 2017 tatsächlich ein stimmberechtigtes Mitglied des Vorstandes der CDU auf allen Organisationsebenen. Ihn zu benennen ist zur Pflicht geworden. Ebenso die Berichtspflicht, die in jeder Tagesordnung ein eigenständiger Punkt sein soll.

Auf Bundesebene ist seit 2016 Henning Otte (MdB) zum Mitgliederbeauftragten für Deutschland ernannt worden.

Dabei gibt uns die Satzung der CDU in NRW eine gute Orientierung. In diesem Dokument werden alle wichtigen Gundsätzlichkeiten und Regeln schriftlich und für jedermann lesbar hinterlegt. Intern gibt es dann noch einen Leitfaden für Mitgliederbeauftragte, der durchaus praktische Hilfen anbietet.

§ 17a Mitgliederbeauftragter

Dem Vorstand jeder Organisationsstufe nach § 14 sowie dem Vorstand jedes Bezirksverbands nach § 17 gehört ein Mitgliederbeauftragter an, der von der Mitgliederversammlung oder dem Parteitag der jeweiligen Organisationsstufe gesondert gewählt wird. Zum Mitgliederbeauftragten kann auch ein sonstiges gewähltes Mitglied des Vorstands gewählt werden. Der Mitgliederbeauftragte berichtet regelmäßig im Vorstand und der Mitgliederversammlung oder dem Parteitag.

Wer gehört denn nun zu den Mitgliedern?

Im §4 der Satzung ist das genau geregelt: Mitglied werden kann, wer die Ziele der CDU bereit ist zu fördern und das 16.te Lebensjahr vollendet hat und nicht aufgrund richterlichen Urteils das Wahlrecht verloren hat. Die Mitgliedschaft erfolgt aufgrund der Beantragung des Bewerbers.

Was ist denn nun Aufgabe des Mitgliederbeauftragten?

Als Mitglied des Vorstandes ist er erster Ansprechpartner für Interessenten, die sich über Wesen, Zwecke und Ziele der CDU informieren möchten. Für die Mitglieder ist er Ansprechpartner, wenn es um parteiinterne Anliegen geht. Fragen der Struktur oder inhaltlicher Art nimmt er auf und leitet diese im Zweifel weiter an den Vorstand, dessen Mitglied er ist, oder kann hierzu direkt eine Auskunft erteilen. Seine Sorge dient dem Zusammenhalt der Mitglieder und richtet sich auf die Beziehungspflege untereinander. Hierbei ist er Ansprechpartner für alle Generationen und achtet im besonderen Maß auf Jubilare, Geburtstage oder andere wichtige Details. Das familiäre Miteinander unter dem christlichen Geist ist hier die praktizierte Grundlage.

Er ist im besten Fall von einem Team unterstützt, welches gemeinsam die vielfältigen und arbeitsintensiven Aufgaben wahrnimmt.

  • Mitgliederbeauftragte berichten regelmäßig dem Vorstand und der Mitgliederversammlung über Entwicklung und Aktivitäten im Bereich Werbung und Bindung.
  • Mitgliederbeauftragte achten darauf, daß Vorstandsmitglieder aktiv Interessenten auf eine MItgliedschaft ansprechen.
  • Mitgliederbeauftragte stimmen die Zusammenarbeit mit den vereinigungen ab. Der persönliche Kontakt ist hier unabdingbar.
  • Mitgliederbauftragte organisieren Veranstaltungen für Neumitglieder
  • Sie vermitteln Kontakte innerhalb der Partei
  • Sie informieren übre Strukturen, Veranstaltungen und die Arbeit vor Ort
  • Jubilare werden hier ebenso berücksichtigt, wie persönliche Ehrentage (Geburtstage etc.)
  • Bei allen Aufgaben achtet er streng auf die Einhaltung des aktuelle Datenschutzverordnungen
  • u.v.m

Die CDU bietet für Amtsträger einen Leitfaden an, in dem die Aufgaben und Möglichkleiten eines Mitgliederbeauftragten ausgebreitet werden.

Die CDU bietet vielfältige Möglichkeiten für ihre Mitglieder an, sich in das aktuelle Geschehen einzubringen. Sich hierfür zu interessieren und sich vielleicht sogar zu bewerben ist eine Möglichkeit, aktiv Partei und Gesellschaft mitzugestalten und Vorbild zu sein.

Bei Interesse wenden sie sich doch einfach an ihren Ansprechpartner vor Ort oder das lokale Kreisbüro in ihrer Nähe. Eine Email oder Anruf kann der erste Schritt in die richtige Richtung sein. Die Homepage der CDU unter www.cdu.de bietet hier bundesweit Hilfe an. Für Wuppertal kann ich auch gerne hier vermitteln (auch wenn sie nicht aus Cronenberg kommen 😉 )

Warum ich mich für die CDU entschieden habe

Ein paar ganz private und persönliche Worte

Aktuell bin ich 60 Jahre alt und ebenso lange war ich ein eher unpolitscher Mensch – zumindest was Parteipolitik angeht. Ich ging seit meinem 18ten Lebensjahr brav zu den Wahlen. Zuerst einmal SPD (weils der Papa als Bergmann – ja auch wohl machte) und dann meistens CDU, als das geringere Übel. Meckern ohne zu wählen war mir immer schon zu wenig. Beruf und familie ließen wenig Zeit für parteipolitisches Engagement. Dann aber trat ich nach intensivem Abwägen im März 2018 der CDU bei und treffe des Öfteren seitdem auf ungläubige Gesichter.

“Wie kann man sich nur für die CDU entscheiden?” oder “Willst du sich wirklich mit den Alten identifizieren?” oder “Bist du nicht zu jung, um hier deine Energie einbringen zu wollen?” – so oder so ähnlich prallte ich auf manch eine Frage. Wobei mir auffiel, daß hier die CDU oft mit der SPD in einem Atemzug genannt worden ist. Parteipolitik genießt oft keinen guten Ruf.

Wie alles begann

Am Anfang stand bei mir ein Gefühl der Unzufriedenheit mit “denen da oben”. Ein Gefühl der Machtlosigkeit gegenüber den großen Entscheidungen, die vornehmlich in Berlin getroffen worden sind.

Einzelne Richtungsentscheidungen und der eine oder andere Skandal hinterließen ein Gefühl der Ohnmacht. Doch sollte das nicht so bleiben. Immerhin gab es in der Nachkriegsjahren durchaus auch Politiker, deren Wirken sich positiv auf unser Miteinander auswirkte. Dem will ich nachstreben.

Früher war nicht alles besser

Ich gehöre zu der Generation, die noch in den Ruinen des (hoffentlich) letzten Weltkrieges spielten. Was wir als Kinder dort fanden, war keine heile Welt – und dennoch spielten wir mit allem, was uns in die Finger kam. Manches läßt mich heute noch erschaudern, wenn ich denke, meine Enkel täten dasselbe heute. Auch die Luft im Ruhrgebiet war absolut nicht sauberer. Wenn Mutter die Wäsche im Hof aufhängen wollte, dann schaute sie erst auf den Kalender: Würde die Kokerei heute “abblasen”? und die Wäsche einfärben? Die Wohungen waren kleiner, die Zimmer sowieso und nicht jedes Kind hatte ein eigenes Zimmer und und schon garnicht einen eigenen Fernseher. Das gesamte Spielzeug paßte in einen einzigen Karton – und das reichte völlig aus.

Blick nach vorne

Vom Typ her bin ich ein lösungsorientierter Mensch mit recht wenigen Eitelkeiten. Nur zu nörgeln wie Statler und Waldorf (aus der Muppet Show) hatte ich mir nicht zum Ziel gesetzt. Ich wollte mich einmischen und wenn nötig auch unbequem sein. “Everybodies darling” war mir sowieso nicht in die Wiege gelegt. Und so habe ich mich auf die Suche gemacht. Grundlagenforschung war angesagt. Und so habe ich die Basics der Parteienlandschaft untersucht und mit meiner Wertevorstellung, Weltanschauung und Erfahrung abgeglichen.

Im Endspurt

Zuletzt blieb ich meinem christlichen Weltbild dann doch treu und fand in der lokalen Politik auch Menschen, mit denen ich hoffentlich hier in meinem Cronenberg etwas bewegen kann. Inwieweit die CDU tatsächlich noch dem christlich-jüdischen Weltbild verpflichtet ist, lasse ich hier mal offen. Auch unser Stallgeruch ist hier nicht mehr so eindeutig, wie er mal geplant sein mag.

Doch irgendwann muß die Entscheidung mal fallen. Nach 58 Jahren wurde es auch mal Zeit. Ich habe ein Packende genommen und werde nun mitmachen. Wie weit ich komme und was ich noch schaffen kann, will ich hier nicht vollmundig ankündigen oder versprechen. Nur eines ist sicher: Ich stehe für das “C” in CDU (und danach auch noch für das “D” für Demokratisch). Lernbereit und zupackend will ich für meinen Ort, wo ich stehen darf, antreten für meine Mitmenschen und unser aller Enkel langfristig eine Zukunft zu sichern; immer den Blick auf das uns anvertraute Gut zu haben in dem Bewußtsein, daß man mich zur Rechenschaft ziehen wird. Wenn ich am Ende dann Treue bewahrt habe, dann wäre es schon genug.

Ich möchte denen danken, die mir bereits ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Vielleicht finden sich noch mehr Menschen, die hier ein Packende suchen? Gerne helfe ich weiter, das Richtige zu finden.

Dieser kleine Beitrag ist keine Lebensbeichte. Auch keine Rechtfertigung. Vielmehr soll er dem Leser Mut machen über seinen Weg nachzudenken und zu den Zupackenden zu gehören. In der letzten Zeit machen Schreihälse auf sich aufmerksam, die die (teils vermeintlichen) Verfehlungen der Altparteien aus der Vergangenheit mit einem verschrobenen Geschichtsverständnis gepaart mit Unwahrheiten kombiniert herausposaunen. Lassen wir uns von den falschen Posaunen nicht in den falschen Krieg führen. Säbelgerassel hat noch niemals Frieden gebracht. Riskieren wir es nie wieder. Was unsere Vorfahren erlebt haben, kann fast jeder in seiner eigenen Familie erfragen oder in Büchern nachlesen. Unser Frieden und Wohlstand darf gerne noch weiter gehen und sollte fließigen Zupackern nicht verwehrt werden. Pack mers, wie der Bayer sagt.

Cronenberg ist l(i)ebenswert !

Politik in Wuppertal

Die Politik ist ein spannendes Umfeld. Leider fehlt in der Bürgerschaft hier manchmal das nötige Hintergrundwissen, um die Wege für Gesetze, Verordnungen und Erlasse zu verstehen. darum möchte ich mit kleinen Beiträgen zum Verständnis beitragen und ein wenig auch um Verständnis werben. Nicht immer ist die Politik an einem Umstand “schuld” – ebenso wenig ist es immer die Verwaltung.

Zu den Strukturen Wuppertals

Um die Verwaltung der Stadt mit rund 360.000 Bürgern gerecht zu werden, wurde Wuppertal in zehn Stadtbezirke aufgeteilt. Elberfeld-West, Uellendahl-Katernberg, Vohwinkel, Cronenberg, Barmen, Oberbarmen, Heckinghausen, Langerfeld-Beyenburg, Ronsdorf und Elberfeld sind in etwa gleichgroß und gleich gewichtet und entsenden ihre politischen Vertreter in den Stadtrat, wo alle Dinge, die Wuppertal berühren besprochen und i.d.R. auch abgestimmt werden.

Jeder Stadtbezirk hat seine eigene Bezirksvertretung (BV) – im Volksmund auch gerne Stadtteilparlament genannt – wo kommunale Inhalte geregelt werden. Vertreter der Bezirksvertretung werden für die Dauer von 5 Jahren von der Bürgerschaft in geheimer , freier und unmittelbarer Wahl gewählt.

Die Vertreter für den Stadtbezirksverband Cronenberg werden hier im Ratsinformationssystem veröffentlich: https://ris.wuppertal.de/kp0040.php?__kgrnr=43&

Die grundsätzlichen Bestimmungen einer jeden Gemeinde in NRW finden wir in der Gemeindeordnung NRW. So z.B. auch die Anweisung, daß die Bezirksvertretungen von den Bürgern gewählt werden müssen und noch Vieles mehr.

In jeder Bezirkksvertretung ist auch immer ein Mitarbeiter aus der Verwaltung zugeordnet, der Bindeglied zwischen BV und Verwaltung ist und zu Themen direkt angefragt werden kann und auskunftspflichtig im Rahmen der Möglichkeiten ist.

Die Verantwortungen und Aufgaben innerhalb der Bezirksvertretung

In den Bezirksvertretungen werden die Belange des Stadtbezirkes entschieden, die nicht das laufende Geschäft der Verwaltung anbelangt. Basis hierfür ist die Gemeindeordnung.

Inbesondere kümmert man sich hier um die Themen

  • Ausstattung und Unterhalt von öffentlichen Sportstätten, Grundschulen, Altenheimen, Friedhöfe, Büchereien soweit sie in öffentlicher Hand sind.
  • Denkmalschutz, Pflege des Ortsbildes und Grünanlagen
  • Benennung bzw Umbenennung von Straßen, Wegen und Plätzen, sofern sie nicht von anderen Vorgaben eingeschränkt sind
  • Betreuung und Unterstützung von vereinen, Verbänden, Freiwilligen Feuerwehren und sonstiger Initiatuiven im Stadtbezirk
  • Kulturelle Angelegenheiten des Stadtbezirkes
  • Repräsentation, Information und Dokumentation in Angelegenheiten des Stadtbezirkes;

um nur einige Belange zu erwähnen. Wer sich hier mehr einlesen möchte, der findet auf der Homepage der Stadt Wuppertal (wuppertal.de) einiges an Lesestoff und nicht zuletzt möchte ich noch auf die Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) verweisen. Dort gibt es reichlich Hirnfutter auch über den politischen Tellerrand Wuppertals hinaus.

Außerdem wirken die Bezirksvertretungen an den Beratungen über die Haushaltssatzung mit und verfügen über die von der Stadt zugewiesenen Haushaltsmittel zur Erfüllung ihrer Aufgaben.

Zitat: Auch dann, wenn die Bezirksvertretung keine Entscheidungsbefugnis hat, wird sie zu allen wichtigen Angelegenheiten, die den Stadtbezirk berühren, angehört. Sie kann Stellung beziehen, Vorschläge und Anregungen vorbringen. Das gilt auch für wichtige Bauvorhaben im Stadtbezirk. (Quelle: Stadt Wuppertal)

An dieser Stelle beginnt dann auch das Ringen um Lösungen und Bürgernähe, wie sie nur in den Bezirken vor Ort gelebt werden kann. So ist die Bezirksvertretung ein “Anwalt” der Bürger und Belange des Ortsteiles. Hier investieren die Mandatsträger, Vorstand und Mitglieder ihrer CDU einiges an ehrenamtlicher Zeit und manchmal auch Geld, um sie würdig zu vertreten. Doch nur, wer sich einsetzt, kann auch etwas bewirken.

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